„125 Jahre Automobil“ werden mit einer 10-Euro-Silber-Gedenkmünze gewürdigt : Erstprägung durch Finanzminister Willi Stächele MdL

Finanzminister Willi Stächele beim Anprägen der 10-Euro-Münze '125 Jahre Automobil' Finanzminister Willi Stächele MdL beim Anprägen der 10-Euro-Münze „125 Jahre Automobil“

10-Euro-Silber-Gedenkmünze '125 Jahre Automobil'

10-Euro-Silber-Gedenkmünze „125 Jahre Automobil“.
Ausgabe: 5. Mai 2011

Die ersten gefertigten 10-Euro-Silber-Gedenkmünzen '125 Jahre Automobil'
Begutachtung der ersten gefertigten 10-Euro-Silber-Gedenkmünzen „125 Jahre Automobil“.
Von links: Künstler Jordi Truxa, Stellv. Münzleiter Gerd Engel, Münzleiter Dr. Peter Huber und Finanzminister Willi Stächele MdL

Stuttgart, 10. März 2011. Am 29. Januar 1886 meldete der Ingenieur Carl Benz das Automobil ­ seinen Benz Motorwagen Nummer 1 ­ zum Patent an. Dieses Datum markiert die Geburts­stunde des Fahrzeugs mit Verbrennungs­motor und damit weltweit eine neue Ära. „125 Jahre Automobil“ waren auch der Anlass für den Beschluss der Bundesregierung, im Rahmen des Gedenkmünzenprogramms 2011 eine 10-Euro-Münze zu diesem Thema herauszugeben. Finanzminister Willi Stächele hat in seiner Eigenschaft als „Oberster Münzherr“ der Staat­lichen Münzen Baden-Württemberg das Anprägen der hochwertigen Spiegelglanz-Münze persönlich in der Münzstätte Stuttgart durchgeführt: „Baden-Württemberg ist das Automobil­Land in Deutschland, vielleicht sogar die Automobilregion der Welt. Über 19 Prozent der Industriebeschäftigten des Landes arbeiten in der Automobilindustrie. Wo sonst, wenn nicht in Baden-Württemberg, soll eine solche Münze geprägt werden?“

Die 10-Euro-Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland dokumentieren in ganz besonderer Weise wichtige Themen unseres Landes. Große Persönlichkeiten sowie bedeutende Ereignisse aus Wissenschaft, Gesellschaft, Politik, Kultur und Sport finden darauf ihre offizielle Würdigung.

Den Künstlerwettbewerb zur Gestaltung der „Automobilmünze“ entschied am 16. Sep­tember des Vorjahres eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz des Fürther Künstlers Reinhard Eiber. Zum Siegermotiv wurde aus Entwürfen von 30 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern der Entwurf des Berliner Künstlers Jordi Truxa gewählt.

In der Begründung des Preisgerichts heißt es: „Die Münze überzeugt, in dem sie die Perspektive des Fahrers übernimmt und somit die Mobilität der Gesellschaft über 125 Jahre versinnbildlicht. Die aktive Fahrdarstellung des Lenkrads vermittelt durch die Lust am Fahren ein aktives Lebensgefühl. Die Darstellung der stilisierten Straße mit Bäumen verweist auf den Weg in die Zukunft, die mit dem zunehmenden Be­wusstsein für den Umweltgedanken verbunden wird. Wert- und Bildseite harmonieren in hervorragender Weise durch die dynamische und moderne grafische Gestaltung, welche auf der Kreisform des Lenkrads basiert. Der Adler hat eine kraftvolle und würdige Anmutung. Besonders interessant ist die Aus­formulierung der seitlichen Schwingfedern, die bei Drehung der Münze das Euro-Symbol sichtbar werden lässt. Die hand­werklich gut umgesetzten dynamischen und klaren Grund­formen werden bei der Prägung der Münze auch zu einem besonderen haptischen Erlebnis“.

Die Randschrift lautet: „WAS UNS BEWEGT“.

Das Gewicht dieser Gedenkmünze beträgt 16 Gramm. Die Legierung setzt sich aus 625 Tausendteilen Silber und 375 Tausendteilen Kupfer zusammen. Sie wird in den Qualitäts­klassen „Stempel­glanz“ und „Spiegel­glanz“ in der Münzstätte Stuttgart (Prägezeichen F) der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg geprägt. Die Gesamt­auflage beträgt ca. 2,9 Millionen Stück. Ausgabe­termin ist der 05. Mai 2011, die Münze wird gemeinsam mit einem themen­gleichen Sonder­postwert­zeichen herausgegeben.









Münzleiter Dr. Peter Huber und Finanzminister Willi Stächele beim Begutachten der ersten Prägung 125 Jahre Automobil

Münzleiter Dr. Peter Huber und Finanzminister Willi Stächele MdL beim Begutachten der ersten geprägten Münze

Der Finanzminister und seine Euro-Münzen

Betriebsrundgang nach dem Anprägen:
Der „Oberste Münzherr“ lässt es sich nicht nehmen, in einen Container frisch geprägter 2-Euro-Münzen zu greifen.
Von links: Münzleiter Dr. Peter Huber und Finanzminister Willi Stächele MdL